Samstag, 9. April 2022

Eine Voraussetzung für den Frieden ist der Respekt ...

 ... vor dem Anderssein und vor der Vielfältigkeit des Lebens. (Dalai Lama)


Vorfreude auf das Osterfest: Der Garten ist geschmückt.


Während dem Wintereinbruch am vergangenen Wochendende war am Vogelfutterhäuschen wieder ziemlich viel los.

Auch heute liegt wieder eine leichte Schneedecke über dem Garten. Der Monat April macht seinem Namen alle Ehre.

Vor allem Buchfinken holen sich Futter in unserem Garten, aber auch Sperlinge und Meisen kann ich entdecken.


Herr Buchfink.


Frau Buchfink.


Die Buchfinken-Frau hat eine tolle Frisur, während ihr Mann ein graues Käppchen trägt.

 Einer der männlichen Vögel hat einen Farbfehler an der Schwanzfeder. Solche weißen Stellen im Gefieder nennt man Leuzismus. Das ist keine Krankheit, sondern eine Laune der Natur. Mutationen kommen vor allem bei Stadtvögeln häufig vor. In der freien Natur werden sie wegen ihres auffälligen Gefieders oft Opfer von Feinden aus der Luft (beispielsweise Sperber).




Buchfinken kommen immer als Gruppe in den Garten. Es ist oft nicht leicht, sie zu sehen. Ihr Gefieder hat Tarnfarben, die dem Erdboden und den Sträuchern angepasst sind.

Dieser eine mit der weißen Schwanzfeder allerdings fällt in der Gruppe auf.

Anders als bei vielen Menschen, werden Vögel mit einem andersartigen Gefieder von ihren Artgenossen nicht ausgegrenzt. Sie kommen ganz normal mit der Gruppe in den Garten geflogen und picken eifrig zwischen den Artgenossen am Boden herum. 


Buchfink (Weibchen) im Strauch.




Buchfink (Männchen) im Beet.


Respekt vor dem Anderssein wünsche ich mir vor allem bei Diktatoren, die denken, dass sie das Recht immer auf ihrer Seite haben.

In unserer Stadt sind mittlerweile 250 Flüchtlinge aus der Ukraine, vor allem Frauen und Kinder, angekommen. Jeder freie Wohnraum wird benötigt, um sie alle unterzubringen. Warum nur musste es denn soweit kommen?

Mein Mitgefühl gilt denjenigen Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, um ihr Leben zu schützen und die in der Fremde voller Angst um ihre Lieben daheim bangen müssen. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin

3 Kommentare:

  1. Liebe Ingrid,
    Buchfinken sind in diesem Jahr bei uns im Vorgarten auch ungewöhnlich viele vertreten.
    Sehr schöne Bilder sind dir gelungen.
    Danke für die Informationen zum Leuzismus. Dieses Phänomen kenne ich hauptsächlich von Amseln, wusste aber weder, wie es heißt, noch, dass es keine Krankheit ist.
    Der Krieg ist schrecklich. Unerträglich.
    Claudiagruß

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  2. hach wie schön
    die Buchfinken sind so hübsch..
    wie schön wenn man sie so nah sehen kann

    liebe Grüße
    Rosi

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  3. Ich beneide dich um deine Vogelschar :-) Und erfreue mich, sie bei dir auf Bildern verfolgen zu können. Das mit dem Leuzismus wusste ich auch noch nicht. Danke für die Erklärung! Ich hab es schon öfters bei Amseln gesehen und auch bei den Saatkrähen, die bei uns um die Ecke in den Platanen nisten und die Straßenbahnhaltestelle komplett zugekackt haben, sind zwei Vögel dabei, die reichlich weiß im Gefieder haben.

    Buchfinken sehe ich oft auf unseren Wanderungen. Allerdings hast du mit den Tarnfarben völlig recht. Meist hocken sie auf Waldwegen im Schatten der Bäume. Da sieht man sie fast gar nicht und bemerkt sie erst, wenn sie verschreckt aufflattern :-D

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