Samstag, 23. Oktober 2021

Im Herbst bei kaltem Wetter ...

 ... fallen vom Baum die Blätter

- Donnerwetter!

Im Frühjahr dann

sind sie wieder dran.

Sieh mal an.

(Spruch von Heinz Erhardt, Komiker 1909 - 1979)


Überall liegen Blätter. Morgens bedecken sie die Straße unter den Bäumen und bei Nässe wird es rutschig.




Im Garten dürfen die Blätter von den Obstbäumen liegen bleiben. Hier räume ich nichts weg, denn unter dem Laub überwintern Insekten. Im Beet stören die Blätter auch gar nicht. 

Der Oktober ist im Gehen und wir haben unsere Gartenmöbel bis zum nächsten Frühling weggepackt.

Der Rasen wurde ein letztes Mal für dieses Jahr gemäht. In den Beeten habe ich Tulpenzwiebeln eingepflanzt, damit eine Blüte im nächsten Frühling garantiert wird.

Die Pforte des Gartens wird geschlossen und er gehört nun für einige Monate den Vögeln. Die Futterhäuser sind gesäubert und gefüllt und es herrscht richtig Leben, wenn die Flattermänner zum Fressen angeflogen kommen.


Vor dem ersten Herbststurm haben die Laubbäume noch viele bunte Blätter.


Die Bäume im Hintergrund haben sich golden verfärbt und leuchten abends, wenn die Sonne schräg steht.

Der erste Herbststurm in diesem Jahr ist über uns hinweg gefegt und hat einen großen Teil der Blätter von den Bäumen geweht.

🍁🍂🍃🍄 


Jetzt kommt die Zeit, in der ich es mir gerne drinnen im Haus gemütlich mache. Wenn die Hausarbeit erledigt ist, stricke ich ganz gerne. 

Mein weißer Schal ist fertig. Er passt perfekt zur dunklen Jacke, so wie ich es erhofft hatte. 




Das erste Drittel des Schals wurde mit einem Beilaufgarn, die Mitte ohne und das letzte Drittel wieder mit dem Beilaufgarn gestrickt. Schade, dass man die Pailetten auf dem Foto nicht erkennen kann.


Das ist meine neue Strickarbeit, wieder ein Schal; diesmal mit einem Dochtgarn, das aus 77 % Wolle und 23 % Kunstfasern besteht:

Das Muster ist ein Rippenmuster. Ich kann keine komplizierten Muster mehr stricken. Am liebsten mag ich es, wenn ein Muster fortlaufend ist, so dass ich nicht endlos aufpassen und zählen muss. Dann kann ich mich mit der Familie unterhalten oder fernsehen, während ich stricke.




👕


Nicht vorenthalten möchte ich meinen Birnen-Schokoladen-Kuchen, den wir am Sonntag angeschnitten haben. Mit Sahne war er sehr lecker. Ich habe ihn schon im letzen Beitrag vorgestellt.




In dieser Woche habe ich aus den letzten Äpfeln von unseren Bäumen einen Apfelkuchen mit Butterstreusel gebacken.

Der Boden besteht aus Hefeteig, darauf kommt etwas Marmelade, 2 Esslöffel Griess, in Spalten geschnittene Äpfel und gehackte Walnüsse, einen Esslöffel Zimtzucker und zuletzt Butterstreusel.

Könnt Ihr Euch den herrlichen Duft nach dem Backen vorstellen?




Da es jetzt hier im Gartenblog ein wenig ruhiger wird, empfehle ich meine beiden anderen Blogs:

Aufnahmen aus der Natur und Die Pfälzerin.

So lange es die Witterung zulässt, werden wir sonntags Ausflüge machen und ich berichte darüber.

Ein frohes Wochenende wünscht Euch die Pfälzerin

👱

Samstag, 16. Oktober 2021

Der Herbst ist die Jahreszeit, in der ...

 ... die Natur die Seite umblättert.

(Pavel Kosorin, Schriftsteller, *1964).



Der Garten bereitet sich auf die Winterruhe vor.




Die Kulturheidelbeeren haben ihre Blätter
 leuchtend rot verfärbt.



Im Staudenbeet herrscht das übliche Durcheinander im Herbst.
Aufgeräumt wird erst am Ende den nächsten Winters.


Sonnige Tage sind selten geworden und die hellen Stunden haben merklich abgenommen. 

Nach der ersten Nacht mit Raureif von Sonntag auf Montag zeigte sich deutlich, dass der Winter naht.

Wir haben Äpfel und Trauben geerntet und davon Marmelade gekocht. Mit dem Pressaufsatz für den Fleischwolf werden Kerne und Schalen vom Fruchtmus getrennt.

Unser Obst ist nicht perfekt im Aussehen, dafür aber zu 100 % Bio.

Die Amseln haben begonnen, die Äpfel am Baum anzupicken. Einige Äpfel habe ich deshalb für sie hängen lassen. Ebenso haben wir nicht alle Weintrauben geerntet; den Rest dürfen sich Amsel & Co. schmecken lassen.





In der Küche kann ich jetzt aus dem Vollen schöpfen. Es gibt jede Menge regionales Gemüse und Obst in den Hofläden zu kaufen.

Wir waren bei einem Weinbauern und haben roten und weißen Traubensaft, sowie Apfelsaft in Glasflaschen gekauft.

Saft trinke ich momentan viel lieber als Wein.

Es wurden auch Äpfel und Birnen dort angeboten und konnte nicht widerstehen und habe Birnen der Sorte 'Gräfin von Paris' mit nach Hause genommen.

Daraus entstand ein Birnen-Schokolade-Kuchen. Der Teig ist ein Rührteig aus Butter, Milch, Zucker, Mehl, Haferflocken, Zimt, Kakao, Schokoladenstreusel. Die Hälfte des Teiges kommt in eine Backform, darauf in Spalten geschnittene Birnen und obendrauf den Rest des Teiges.

Leider war der Kuchen noch sehr heiß und konnte nicht angeschnitten werden. Er bleibt für Sonntag stehen. Und er duftet himmlisch, mmmmmmh ...




🍄🍇🍎🍁


Die Vogelfutterhäuser sind geputzt, stehen wieder an ihrem Platz und wurden mit Futter befüllt. Täglich können wir daran Gartenrotschwänzchen, Kleiber Rotkehlchen, Amseln, Meisen, Sperlinge, Elstern und ab und zu einen Eichelhäher beobachten.

🐦


Freie Plätze im Staudenbeet wurden mit Tulpenzwiebeln bepflanzt, damit die Blüte im nächsten Frühling gesichert ist.

🌷🌷🌷

Im Keller hatten wir unerwünschte Besucher. Abends sah der Herr Pfälzer eine Maus durch die Waschküche huschen. Er stellte die Falle auf und schon kurze Zeit später hatten wir eine Maus gefangen. Sie wurde sofort an den Waldrand umquartiert. Danach stellte er die Falle noch einmal auf.

Am nächsten Morgen war noch eine Maus drin. Auch sie musste zwangsweise an den Waldrand umsiedeln. Gegen Mäuse im Garten habe ich nichts, aber im Haus will ich sie nicht haben.

Wir stellen deshalb nun jeden Abend vor dem Haus und im Keller einige Fallen auf und das so lange, bis sich keine Maus mehr darin fangen lässt.




🐭


In meiner letzten Urlaubswoche habe ich:

  • Apfelpfannkuchen gebacken.
  • Mit dem Enkelkind einen langen Spaziergang gemacht und dabei der Feuerwehr bei einer Lösch-Übung am Weiher zugeschaut.
  • Physalis und Chili in den Töpfen entsorgt. Bei Kälte reifen ihre Früchte nicht mehr weiter.
  • Den Lorbeer im Topf nahe ans Haus gestellt, damit bei ich ihn bei Gefahr von starkem Nachtfrost ins Haus holen kann.
  • Viel gelesen und zwischendurch gestrickt und die Ruhe daheim genossen.
  • Meinen neuen EU-Führerschein bei der Zulassungsstelle abgeholt.

Herbstgrüße von der Pfälzerin

Samstag, 9. Oktober 2021

Unkraut ist die Opposition ...

 ... der Natur gegen die Regierung der Gärtner.

(Oskar Kokoschka, Maler, Grafiker und Schriftsteller, 1886 - 1980).

🌿🌿🌿

Tatsächlich sind die Wildkräuter dabei, meinen Garten für sich einzunehmen. Obwohl ich den ganzen Sommer über ständig gejätet, gerupft und gezupft habe, wachsen die grünen Eindringlinge überall.

Löwenzahn, Vogelmiere, Hahnenfuß, Gänsedisteln und andere Samen haben sich in meinem Garten ausgebreitet.

Es ist ein Nachteil, wenn man direkt neben einer Wildwiese seinen Garten hat.

Jedoch gibt es Schlimmeres, als diese Gewächse. Beispielsweise wächst kein Giersch in meinem Garten und darüber bin ich sehr froh.

Ich ärgere mich auch nicht über das Unkraut, sondern erfreue mich an der Farbenpracht der blühenden Herbststauden, die von vielen Schmetterlingen, Bienen und Hummeln besucht werden.


Das Tagpfauenauge war der Schmetterling des Jahres 2009.


Diese lila Herbstastern sind regelrechte Magnete für Schmetterlinge.





🐝🐝🐝


Ich finde auch wieder Zeit, um Steine zu bemalen. Fast alle habe ich bei unseren Ausflügen ausgelegt und hoffe, dass sie den Findern Freude bereiten.

Im Garten ist die Käfer-Sammlung angewachsen. Das Enkelkind spielt gerne damit.






💗


Ein Beitrag im Südwestfernsehen am 28. September mit dem Titel "China in Dosen - Billige Lebensmittel aus Fernost" hat mich mal wieder wachgerüttelt.

Diese Dokumentation, die in der Sendung "betrifft" ausgestrahlt wurde, zeigt die Herstellung von Lebensmitteln in China für den europäischen Markt. In der SWR-Mediathek kann man diesen Beitrag noch eine Weile lang anschauen.

Will ich mir und meiner Familie das antun und diese Produkte in meiner Küche verwenden?  

Nein, wir werden uns ab sofort möglichst nur noch mit regionalen Produkten ernähren. Ich kaufe Obst, Gemüse und Salat in unseren Hofläden und verzichte auf alle Konserven aus den Supermärkten.

Gerade jetzt in der Erntezeit kann man überall aus dem Vollen schöpfen. Es gibt reichlich Kürbis, Kohl, Lauch, Sellerie, Karotten, Äpfel, Kartoffeln, Rüben und andere Gemüse, die in der Region angebaut werden, zu kaufen.

Für Abwechslung im Speiseplan habe ich meine Vollwert-Kochbücher von vor 30 Jahren wieder hervor geholt, um weitere Anregungen zu erhalten. 


🍎🍎🍎


Mit einem Hokkaido-Kürbis und selbst gesammelten Walnüssen habe ich in dieser Woche einen Kuchen gebacken.




Die Vorbereitung für diesen Kuchen dauerte etwas länger, weil ich 150 g Walnusskerne geknackt und 750 g Kürbis grob geraspelt habe.

Der geraspelte Kürbis wird mit Eigelben, Prise Salz, Zimt, Pflanzenöl, Zucker und Vanillezucker vermengt alles zusammen einige Minuten ziehen.

Inzwischen werden die Walnüsse fein gemahlen und mit Mehl und Backpulver vermischt und dann unter die Kürbismasse gerührt.

Zuletzt werden die Eiweiß steif geschlagen und vorsichtig unter den Kuchenteig gehoben. Der Kuchen backt bei 160 Grad Heißluft eine Stunde lang im Backofen. Nach einem Drittel der Backzeit muss man den Kuchen abdecken. Dafür habe ich Backpapier verwendet.

Nach dem Backen soll man den Kuchen noch ein Weilchen in der Form stehen lassen und dann vorsichtig auf einen Kuchenrost legen. Das ist mir auch gelungen und ich bin stolz auf diesen prächtigen Kuchen. Klar, er ist gehaltvoll, aber er wurde nur mit regionalen Produkten gebacken.

Es ist ein Kuchen, den ich nur einmal im Jahr backe und deshalb haben wir ihn auch genossen.

🍰


In meiner zweiten Urlaubswoche habe ich:

  • Walnüsse gesammelt und zum Trocknen in einer Kiste in den Heizraum gestellt.
  • Bunte Blätter vom Ahornbaum gesammelt und in ein altes Gartenbuch zum Pressen gelegt. Davon mache ich eine hübsche Dekoration für die Fensterbank.
  • Mit dem Enkelkind gespielt und mit ihm kleine Spaziergänge gemacht.
  • Abends fleißig an meinem weißen Schal gestrickt und er ist schon ein ganzes Stück länger geworden.
  • Mir für das Kochen viel Zeit genommen und fast nur mit regionalen Produkten unsere Gerichte zubereitet.
  • Einmal waren wir essen in einem Restaurant und es hat uns nicht so gut geschmeckt.
  • Endlich bei der Kreisverwaltung meinen alten, grauen Führerschein gegen einen EU-Kartenführerschein getauscht. Das musste sein.
  • Tolle Ausflüge gemacht.


Ich bin jetzt so richtig im Urlaubsmodus und genieße entspannte Tage. Zwischendurch machen wir Ausflüge und die könnt Ihr in meinem Blog Die Pfälzerin anschauen.

Habt alle ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

PS: Falls jemand diesen Kuchen backen möchte, schicke ich gerne per Mail gerne das genaue Rezept zu.

Samstag, 2. Oktober 2021

Ein Garten kann eine Welt für sich werden, ...

 ... dabei ist ganz gleich, ob dieser Garten klein oder groß ist.

(Hugo von Hoffmannthal, Schriftsteller, 1874 - 1929).




Jeden Tag seht man deutlicher, dass sich der Garten auf die Winterruhe vorbereitet. 












Noch ist viel Farbe im Garten. Jedoch trocknet der Boden nicht mehr richtig ab und die Schatten werden länger. Die Sonne erreicht das Beet nahe dem Haus nur noch morgens für kurze Zeit, dann liegt es für den Rest des Tages im Schatten.

Die anderen Flächen im Garten bekommen mehr Sonnenschein ab, aber ab 17 Uhr liegt mein gesamter Garten im Schatten.

Alles tropft und der blaue Himmel kann nicht darüber hinweg täuschen, dass der Sommer vorbei ist.

🍃🍁🍄



Der beste Zwetschgenkuchen der Welt.

Wenn man solch ein Rezept entdeckt, dann muss man es doch einfach backen. Ich habe den Kuchen gebacken und er schmeckt lecker.

Der Boden des Zwetschgenkuchens besteht aus Hefeteig, darauf kommen Semmelbrösel, entsteinte Zwetschgen, darüber eine Creme aus Sauerrahm, Zucker, Eiern und Vanillesoße im Päckchen (zum Kochen) und zuletzt Butterstreusel. 

Es macht ein wenig Arbeit, bis der Kuchen im Backofen ist, aber dann ...




... durchzieht ein köstlicher Duft meine Küche. Nach dem Backen habe ich noch ein bisschen gemahlenen Zimt über den warmen Kuchen gestreut.



🍪


Der rote Strickschal ist fertig. 


Ich habe versucht, bunte Fäden durch das fertige Gestrick zuziehen, so wie es die Anleitung vorsah. Aber das gefiel mir dann überhaupt nicht und so habe ich mich entschlossen, auf die bunten Fäden zu verzichten mit dem eingesparten Strickgarn (3 Knäuel bunt und den restlichen 3 Knäuel rot) einen weiteren Schal zu stricken. Dafür werde ich dann ein Rippenmuster wählen. 

Nach dem Stricken (ohne die durchgezogenen Fäden) habe ich dann noch die Fransen angeknüpft. Die Wolle kräuselt sich ein wenig und ich hoffe, dass sie mit der Zeit etwas glatter wird.

Der Schal ist kuschelig warm und schön lang. Der Winter kann kommen!






Mit einem weiteren Schal habe ich zu stricken begonnen. Das feine Mohairgarn in Weiß und ein Beilaufgarn mit kleinen Pailletten wird glatt rechts verarbeitet. Ein Anschlag mit 90 Maschen und eine Rundstricknadel Nummer 6 sorgen dafür, dass der Schal schnell wächst.

Ein Drittel des Schals wird mit dem Beilaufgarn gestrickt, ein Drittel nur mit dem Mohairgarn und das letzte Drittel wieder mit Beilaufgarn. Die Stelle, die mit dem Hals in Berührung kommt, hat dann keine Pailletten, was ein Kratzen verhindern soll.

Solch einen feinen Schal kann man bei festlichen Anlässen gut tragen.

Ich stricke einfach mal und schaue, was daraus wird.





Momentan genieße ich meinen Herbsturlaub. Es ist schön, morgens länger schlafen zu können. Dann bin ich tagsüber nicht ständig müde und kann mich über die schönen Herbsttage so richtig freuen. 

Die erste Urlaubswoche haben wir für lange aufgeschobene Einkäufe genutzt:

  •  Ein Paar warme Stiefeletten im Fabrikverkauf für die Pfälzerin und ein Paar gute Herrenschuhe für den Pfälzer.
  • Ein bisschen Krimskrams vom schwedischen Möbelhaus (gibt dort nix Neues und Interessantes für mich).
  • Nach elf Monaten mal wieder in einem riesigen Supermarkt in der Nachbarstadt gewesen. Immerhin habe ich bei Naturkosmetik ein bisschen Geld gespart und musste sie nicht online bestellen.
  • Ein Geburtstagsgeschenk für das Enkelkind, das bald 2 Jahre alt wird.

Wir wollen nun in der restlichen Zeit meines Urlaubs wandern und kleinere Ausflüge machen. Die Bilder dazu könnt Ihr dann hier sehen: Die Pfälzerin.

Habt eine gute Zeit und genießt die sonnigen Tage im Herbst.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Samstag, 25. September 2021

Die Beschäftigung mit Erde und Pflanzen ...

kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie die Meditation. 

(Hermann Hesse, deutsch-schweizerischer Schriftsteller und Maler 1877 - 1962).




Das Gartenjahr geht langsam seinem Ende entgegen. Jetzt blühen die Herbstastern im Garten und bringen kräftige Farben ins Beet.






In dieser Woche war es nachts ziemlich kühl, aber tagsüber schien herrlich die Sonne und lockte mich raus in den Garten.




Ich habe einen bunten Blumenstrauß mit ins Haus genommen.




Ein bunter Strauß aus Herbstastern und eine von mir bemalte Tonscherbe.

🌻

Unser Enkelkind liebt Bagger über alles und bei schönem Wetter gingen wir mit ihm und seinem Spielzeugbagger rüber zur großen Sandfläche des Kinderspielplatzes. Dort konnte er im Sonnenschein nach Herzenslust buddeln und baggern.








Danach haben wir einen echten Bagger besichtigt, denn wir hatten eine Baustelle in der Straße und dieser rote Bagger hat ihm am besten gefallen.



Außer Bagger mag er auch Abschlepp-Fahrzeuge. 

👷


Im Garten musste ich die Äpfel am Baum etwas auslichten, denn einige hängen zu dicht beisammen. Diejenigen Früchte, die entfernt wurden, habe ich zu einem feinen russischen Apfelkuchen verschafft.

Er besteht aus Rührteig, der mit klein geschnittenen Äpfeln vermengt wird.



🍎

Mit dem Stricken komme schnell voran. Mein roter Schal ist nun schon 140 cm lang. Sobald er eine Länge von 160 cm hat, ist er fertig gestrickt und ich beginne mit dem Einziehen der bunten Fäden.

Ich werde Euch dann zeigen, wie es ausschaut.

Habt alle ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Samstag, 18. September 2021

Was der Mensch sät, das wird er ernten.

Dieses Bibelzitat passt zu meinem heutigen Beitrag. Ich zeige Euch meine kleine Ernte aus dem Garten.



Auf dem (noch nicht angeheizten) Kaminofen trocknen Chili, die nach und nach zu einem Chili-Salz verarbeitet werden. Dafür werden die gut getrockneten Schoten im Mixer zerkleinert und mit feinem Salz vermischt. Fertig!



Bei den Physalis ist wider Erwarten die Ernte besser ausgefallen, als erhofft. Ich ernte täglich einige Früchte und esse sie direkt vom Strauch.

Physalis müssen am Strauch reif werden. Sie reifen nicht nach, so wie Tomaten. Wer einmal in eine frische Frucht gebissen hat, der wird begeistert sein. Sie haben nämlich einen kräftigen, intensiven, leicht säuerlichen Geschmack und ich bin danach süchtig.

Die Zitronentomaten, meine einzigen Tomaten, die nicht von der Fäulnis befallen waren, haben mich zu einer Collage inspiriert.

Den Strauch habe ich jetzt abgeräumt und die wenigen Früchte dürfen im Haus nachreifen.




🍅🍂


Mehr Erfolg habe ich derzeit beim Stricken. Der rote Schal wächst; er ist momentan 85 cm lang und ein wenig mehr als die Hälfte ist erreicht.




Das einfache Perlmuster ist langweilig. Die Anleitung sieht vor, dass nach dem Stricken bunte Fäden durch den Schal gezogen werden und an die Enden kommen noch Fransen. 

Das tomatenrote Strickgarn stammt noch aus dem Winter 2018 und ich habe zusätzlich drei Knäuel für das Fertigstellen mit bunten Fäden gekauft.




Für den zweiten Schal, den ich stricken möchte, ist das Beilaufgarn mit kleinen Pailetten eingetroffen. Es ist genauso weiß wie das Mohairgarn. Schon jetzt freue ich mich, wenn ich damit loslegen kann.




Weil ich gerade so toll im Flow bin, habe ich noch ein Kettengarn aus einer Schurwollmischung gekauft Es hat einen Farbverlauf von Silbergrau und Mint. Auch daraus soll ein Schal werden.




Für einen langen Schal braucht man genauso viel Strickgarn wie für einen einfachen Pullover. Billig ist die Sache nicht, aber ich liebe es, mich an kalten Wintertagen in einen molligen Schal hüllen zu können. Das Stricken von einfachen Mustern abends vor dem Fernsehen beruhigt mich und wer strickt, hat keine Hände frei zum naschen. Lach. 






Mit diesen bunten Blumenbildern aus dem taufeuchten Garten am Morgen verabschiede ich mich von Euch und wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Sonntag, 12. September 2021

Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.

Diesen Spruch des Schriftstellers und Philosophen Albert Camus habe ich für meinen heutigen Beitrag ausgewählt.

Es ist nicht zu übersehen, dass der Sommer am Gehen ist und der Herbst anklopft. Er bringt wunderschöne Farben mit, die noch intensiver und leuchtender sind als die Farben des Frühlings.

Wir wurden mit einem 'goldenen September' beschenkt, der nach dem verregneten Sommer ein Geschenk des Himmels ist.

Die warmen Farben der Blumen und Blätter im Garten haben mich zu einer Collage inspiriert.




Das rot verfärbte Laub des Aroniabeerenstrauches konkurriert mit dem warmen Gelb der Sonnenhüte, dem Orange-Gelb der Dahlien und dazu passt das Rot meines Strickgarnes. Ergänzt wird diese Collage durch Zitronen-Tomaten, Chili 'Lemon Drop' und reifende Physalis. Dazu lacht mein Steinmännchen, das ich kürzlich gemalt habe.

Eine Zitronentomate und die Chili haben den Angriff der Braunfäule-Viren im Juli und August überlebt. Nun kann ich wenigstens noch einige Tomaten ernten. Sie sind gelb und sehen aus wie Zitronen, schmecken aber richtig intensiv wie Tomaten.

🍅


Nach fast zwei Jahren Pause habe ich wieder mit Stricken begonnen. Allerdings wähle ich nur einfache Modelle mit unkomplizierten Mustern.

Das rote Garn (35 % Alpaka, 15 % Schurwolle und 50 % Polyacryl) ist robust und sehr gut für einen Schal geeignet. Den stricke ich im Perlmuster (eins rechts, eins links und in den Rückreihen umgekehrt). Mit Nadeln der Stärke 5 wird schnell ein Ergebnis sichtbar.

🍂🍃


Es gibt noch eine weitere Farblinie im Garten. Die zweite Collage hat die Farben Weiß-Blau-Pink.




Weiße Petunien im Topf mit rosafarbener Mitte, Herbstanemonen, Gartenhortensie, chinesischer Bleiwurz mit leuchtenden blauen Blüten, Borretsch mit blauen und rosa Blüten gesellen sich zum Weiß des feinen Strickgarns aus 78 % Mohair, 14 % Seide und 8 % Kunstfasern. Auch daraus soll ein Schal entstehen. Er wird zweifädig gestrickt. Das Beilaufgarn dazu in Weiß mit Pailetten ist bestellt und wenn es ankommt, kann ich mit dem Stricken eines leichten, feinen Schales mit einem Muster in glatt rechts beginnen.

Ich trauere also nicht um das Ende des Sommers, sondern freue mich auf den Herbst. Wie mein Titel verrät, ist er ein zweiter Frühling, der sich mit bunten Blättern schmückt.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Sonntag, 5. September 2021

Warte nicht darauf, dass dir jemand Blumen bringt.

Warte nicht darauf, dass dir jemand Blumen bringt. Pflanze Deinen eigenen Garten und dekoriere die Seele.

Ist das nicht ein schöner Spruch? Dieses Sprichwort hatte ich kürzlich auf einer Tafel gelesen.




Nach dem Desaster mit der Blatt- und Knollenfäule an den Tomaten und dem herbstlichen Wetter im August hatte ich ein bisschen weniger Freude als sonst im Garten.

Aber eine Pause gibt es nicht; es mussten verschiedene Arbeiten erledigt werden. Das Gras wird einmal pro Woche gemäht und dank der vielen Nässe vom Himmel in diesem Sommer ist der Rasen saftig grün und nicht so vertrocknet wie in den vergangenen drei Jahren um diese Zeit.

In den Staudenbeeten habe ich unerwünschte Wildkräuter entfernt und da ist ganz schön was zusammengekommen. Mutter Natur meinte es gut und säte reichlich Löwenzahn, Taubnesseln, Brennnesseln, Wegerich, Hahnenfuß, Klee, Vogelmiere und andere Kräutlein, mit denen ich nicht einverstanden bin. Weg damit!

Nachdem ich noch verschiedene Blütenreste bei den Stauden abgeschnitten hatte und das Brandkraut bis auf einen kleinen Horst ausgebuddelt hatte, zeigte sich mein Garten wieder aufgeräumt und gepflegt. Also nicht so akkurat bepflanzt, sondern ein bisschen wild durcheinander, aber mit einem gewissen Plan.

Anmerkung: Das gelb blühende Brandkraut nimmt schnell große Flächen im Beet ein, wenn man es nicht eindämmt. Es trotzt Nässe, Trockenheit, Hitze und übersteht kalte Winter ohne Schaden. Deshalb wird es alle zwei Jahre bis auf einen kleinen Horst gerodet.


Nun zeigt sich mein Garten noch einmal bunt und voller Blüten.

Ein Hingucker sind jetzt vor allem die blühenden Herbstanemonen, die sich bei mir sichtlich wohlfühlen und gleich mit mehreren Sorten hier ihre Blüten auf filigranen Stängeln im leichten Wind schaukeln lassen.















Der botanische Name der Herbstanemone heißt übersetzt 'Tochter des Windes'. 

Laut der griechischen Mythologie wurde eine Nymphe der Göttin Flora, die diesen Namen trug, in eine Blume verwandelt.

Der Anemone werden die Attribute Hoffnung, Lebensfreude und Optimismus zugeschrieben. Die Herbstanemonen stammen ursprünglich auch China, aber mittlerweile gibt es viele neue Züchtungen in allem möglichen Rosa- und Pinktönen und auch welche in reinem Weiß. Sie gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und neigen dazu, sich mit unterirdischen Rhizomen im Garten auszubreiten.

Bei mir im Garten ist eine Ausbreitung erwünscht. Wer es nicht möchte, der sollte beim Einpflanzen auf eine Wurzelsperre achten oder sie in einem Kübel kultivieren.

In einer halbschattigen Lage mit humusreichem Boden werden sich Herbstanemonen wohlfühlen und von Ende August bis weit in den Oktober hinein mit ihren schönen Blüten den Garten bereichern. In den ersten zwei Jahren nach dem Einpflanzen brauchen sie im Winter eine Abdeckung aus Laub oder Reisig. Danach überstehen sie den Winter auch ohne zusätzlichen Schutz.








Ebenso wüchsig und ausdauernd ist der gelbe Sonnenhut. Der botanische Name lautet Rudbeckia und meine Züchtung hat den passenden Namen 'Goldsturm'. Ich finde, dass der Züchter ihn sehr zutreffend so ausgesucht hat.




Im Kräuterbeet blüht der Zwerg-Ysop. Seine leuchtend blauen Blüten erinnern an Lavendel und sie werden gerne von Bienen angeflogen.

Ich habe diese mediterrane Kräuterpflanze für die Einfassung meines Erdbeer- und Kräuterbeetes ausgesucht. Die Pflanzen überstehen unsere Winter im Freien und werden jedes Jahr etwas üppiger.

Daneben hat sich Borretsch von selbst ausgesät. Einige Pflanzen lasse ich stehen, damit Hummeln und Bienen sich an den Blüten laben können.




Würde ich alle Borretsch-Pflanzen, die sich selbst aussäen, in meinem Garten wachsen lassen, wüchse hier nichts anderes mehr.

Als einzelne Exemplare sind sie sehr willkommen. Die jungen Blätter verwende ich an grünen Salaten und als Gurkengewürz. Über die Blüten freuen sich Insekten und ich achte darauf, dass sich Samen bilden können. 

Wo die Jungpflanzen nicht willkommen sind, kann man sie ganz einfach ausreißen; sie haben eine lange Pfahlwurzel und lassen sich gut entfernen.




Diese orangefarben blühende Dahlie habe ich schon im letzten Beitrag vorgestellt. Es ist eine Knolle, die wie durch ein Wunder den Winter draußen überstanden hat. In diesem Jahr habe ich keine neuen Dahlienknollen eingepflanzt und freue mich umso mehr über diese herrlichen Blüten.

Ebenso freue ich mit darüber, dass verschiedene Rosen erneut blühen. Alle Kletterrosen habe ich nach der ersten Blüte Ende Juni stark zurück geschnitten. Das muss etwa alle drei Jahre passieren, damit sie nicht zu mächtig und struppig werden.


Kletterrose Giardina.


Neben dem Haus im Schattenbeet blüht die Rispenhortensie 'Pinky winky'. Ihre Blüten sind beim aufblühen weiß und verfärben sich dann langsam rot.



Eigentlich will die Rispenhortensie einen sonnigen Standort. Bei mir hat sie nur morgens Sonne und steht den Rest des Tages im Schatten. Ich bin mit ihr zufrieden und so darf Pinky winky ihren Standort behalten, auch wenn in manchen Jahren ihre Blüten etwas mickrig sind.

Hätte sie mehr Sonne, wären die kegelförmigen Blüten dicker und mehr gefüllt.

Das war ein Rundgang durch den Garten morgens am ersten Sonntag im September. Das Wetter ist wieder sommerlich heiß geworden und wir genießen diese Spätsommertage noch einmal aus vollem Herzen.

Liebe Grüße von der Pfälzerin