... und der Natur, sowie an gutem Essen.

Samstag, 15. Dezember 2018

Samstagsplausch - Eisblumen, Weihnachtsblockade und Apfelglühwein

An unserem Dachfenster konnten wir morgens Eisblumen bewundern. Mein Mann hat sie mit der Kamera eingefangen.




Weihnachts-Blockade

Schon seit September stehen in den Einkaufsmärkten Lebkuchen, Schoko-Nikoläuse und weihnachtlich verpackte Süßigkeiten und Dekokram herum.
Im Fernsehen werden wir täglich mit Werbung überhäuft, die uns zum Kauf von Weihnachtsgeschenken animieren soll. Kein Tag ohne Tschingle-Bells und anderen weihnachtlichen Songs und Riesengedränge auf dem Adventsmarkt oder in Geschäften. 

Nicht die Umsätze auf den unzähligen Weihnachtsmärkten, nicht der selbst verursachte Weihnachtsstress der Menschen, nicht der Zwang zur Teilnahme an Weihnachtsfeiern von Vereinen und Arbeitgebern, nicht das hastige Einkaufen in überfüllten Geschäften und erst recht nicht der von Händlern erwartete Konsum in der Weihnachtszeit gehören zum christlichen Weihnachtsfest, der Geburt Jesu Christi. 

Merry Christmas ist heutzutage hektisch und konsumorientiert! So ist es kein Wunder dass ich eine Weihnachts-Blockade entwickelt habe.

Ich gehe nicht in die Innenstadt und besuche nicht den dreiwöchigen Adventsmarkt und kaufe keine Geschenke für Leute, die ich das ganze Jahr über nicht treffe. Ich plage mich auch nicht mit Herstellen von Weihnachtsgebäck ab, weil wir dieses sowieso nicht essen (dürfen).

Stattdessen bin ich am Donnerstag bei kühlen 3 Grad (aber Sonnenschein) durch den Stadtpark spaziert. Dabei konnte ich meinen Gedanken nachhängen.
Ich hatte einen Termin beim Friseur (extra früh, damit ich dies nicht in der hektischen Woche vor Weihnachten erledigen muss) und bin dafür eine dreiviertel Stunde früher als sonst in die Stadt gefahren. 

Der leere Stadtpark hat auch im Dezember schöne Seiten. So kann man von Moos überzogene Steinbänke bewundern ...







... und alte Grabstellen entdecken, die im Sommer von Grünpflanzen überwuchert sind. Denn hier war früher ein Friedhof, der aber schon vor einigen Jahren aufgegeben wurde.

Das Kriegerdenkmal am anderen Ende des Parks stand mahnend in der fahlen Dezembersonne. 






Dieser Spaziergang durch den Park unter kahlen uralten Bäumen tat meiner Seele gut, die sich in dieser Zeit vor allem nach Ruhe und Frieden sehnt. 





Apfelglühwein

Daheim habe ich einen Apfelglühwein gekocht. Das Rezept dafür habe ich irgendwo gelesen und nun habe ich es ausprobiert.





Rezept für Apfelglühwein

3/4 Liter Apfelsaft, 1/4 Liter fruchtiger Rotwein, 1 Zimtstange, 1 Sternanis, 3 Gewürznelken, 1 Esslöffel brauner Zucker und eine in Scheiben geschnittene Orange.

Den Saft erhitzen, aber nicht kochen lassen. Den Rotwein und die Gewürze zugeben und alles zusammen eine Viertelstunde ziehen lassen. Zuletzt die Orangenscheiben zugeben.




Diese Glühwein-Variante ist sehr lecker und genau richtig für Menschen, die nicht zuviel Alkohol trinken wollen. Er wärmt herrlich von innen und passt zu einem kalten Tag.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Sprossen auf der Fensterbank ziehen

Es ist kein Hexenwerk, auf der Fensterbank Sprossen selbst zu ziehen.



Das frische Grün ergänzt unsere Speisen über Winter, weil kaum noch frische Kräuter zur Verfügung stehen.

Momentan sind Radischen- und Brokkolisprossen fertig zum Verzehr.


Radischen-Sprossen

Brokkoli-Sprossen


Wie geht das mit den Sprossen?


Ich habe mir Keimschalen gekauft, die ich zu einem kleinen Turm übereinander stellen kann. Man findet sie in Reformhäusern, Bio-Märkten oder im Internet. 

Bei feinen Samen nehme ich nur 1 Esslöffel, bei groben Samen dürfen es auch mal 3 Esslöffel voller Samen sein. Diese werden mit frischem Wasser eingeweicht. Das Wasser muss wieder ablaufen können und das funktioniert bei meinen Schalen dank einem kleinen Loch in den oberen Schalen. Die untere Schale ist dafür da, das ablaufende Wasser aufzufangen. Sie hat keinen Abfluss.





Das Türmchen hat für mich den Vorteil, dass ich auf einer relativ kleinen Fläche mehrere Sorten Sprossen und Keime auf einmal heranziehen kann.

Dann heißt es abwarten und täglich mit frischem Wasser durchspülen. Nach vier Tagen waren meine Radischen-Sprosse schon fertig. Es sind richtige Turbo-Keimer. Brokkoli hat einen Tag länger benötigt.

Heute habe ich außerdem Kichererbsen und Sonnenblumenkerne in die Keimschalen gegeben.


Kichererbsen 

Sonnenblumenkerne

Wie verbrauche ich die Keime und Sprossen in der Küche?


Ich verwende sie wie frische Kräuter. Das heißt, damit werden unsere Mahlzeiten getoppt und aufgewertet. Auf keinen Fall lasse ich sie mitkochen, sondern streue sie kurz vor dem Servieren auf das Gericht oder rühre sie unter. Beispielsweise gebe ich die Brokkoli-Sprosse in den Samstags-Eintopf.

Radischen-Sprosse schmecken auch gut in grünen Salaten oder zum Butterbrot. Meine Tochter isst sie gerne pur, einfach nur aus der Schale gefischt.

Sonnenblumen-Sprossen passen zu Salaten oder zum Müsli. 

Ich empfehle jedem, der es auch ausprobieren möchte, aber noch keine Erfahrung damit hat, entsprechende Lektüren zu studieren. Dann gelingen die vitaminreichen Topper auch ganz bestimmt.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Montag, 10. Dezember 2018

Eine Dampflok auf dem Weihnachtsmarkt

Das kleine Städtchen Elmstein liegt im Herzen des Pfälzerwaldes. Es hat einen historischen Bahnhof, an dem die Museumsbahn 'Kuckucksbähnel' mit der Speyerbach-Dampflok in der Adventszeit einen längeren Halt macht.





Am Nachmittag kam das Kuckucksbähnel, gezogen von einer Speyerbach-Dampflok, mit viel Dampf und lautem Tuten am historischen Bahnhof an. Bis zum frühen Abend stand die Museumsbahn am Bahnhof und in dieser Zeit hat auch ein kleiner Weihnachtsmarkt mit wenigen (aber feinen)  Buden geöffnet. Die aussteigenden Passagiere strömten gleich an die Stände, aber es entstand kein schlimmes Gedränge.


































Im Bücherbasar im Bahnhofsgebäude kann man herrlich schmökern und tolle Bücher finden. Bezahlt wird nach Gewicht. Für sieben Kilogramm Bücher habe ich vierzehn Euro bezahlt. Und somit hat mein Bücherschrank wieder Nachschub bekommen. Meine ausgelesenen Bücher habe ich gleich mitgebracht und dem Verein spendiert.

Während der Zug mit der Dampflokomotive und den historischen Waggons hier Station machte, wurde ordentlich gedampft. Besucher konnten derweil in Ruhe die Lokomotive und die Waggons besichtigen.









Als es dunkel wurde, spielte ein örtlicher Musikverein stimmungsvolle Weihnachtsmusik. 
An den Holzbuden wurde frisch gekochter Glühwein ausgeschenkt (ich sah die vielen leeren Weinflaschen hinter den Buden stehen) und hausgemachte Bratwürste, sowie frisch gebackene Waffeln angeboten.

Am großen Lagerfeuer konnte man sich aufwärmen und die Kinder freuten sich über einen kleinen Streichelzoo neben dem Lokschuppen.

















Am Abend fuhr das Kuckucksbähnchen wieder zurück nach Neustadt. Wir sahen dem Zug nach, bis er in der Ferne verschwunden war und die Dampfwolken sich im Abendhimmel auflösten. Dann fuhren auch wir zurück nach Hause.

Das war wirklich ein schöner Tag und noch dazu ganz ohne Stress und Klingeling-Songs aus Lautsprechern.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Samstag, 8. Dezember 2018

Samstagsplausch - Stricken und Auskurieren

Wie fotografiere ich am besten einen langen, selbst gestrickten Schal?






Es ist gar nicht einfach, den 190 cm langen Schal fotogen abzubilden. Wie Ihr seht, er ist fertig geworden. Es hat nur vier Tage gedauert und voila ... ein bunter, kuschelweicher Schal wird meinen Hals bei kaltem Wetter schützen.






Die fröhlichen Farben sorgen für gute Laune und sollen meinen einfachen schwarzen Wollmantel optisch aufwerten.

Nicht, dass ich keine Schals hätte! Im Gegenteil, sie stapeln sich im Schrank. Aber genau solch einen farbenfrohen Schal hatte ich vorher noch nicht.

Mein Mann möchte auch solch einen Kuschelschal haben, aber nicht in meinen kräftigen Farben. Deshalb habe ich neues Strickgarn gekauft. Gleiche Qualität (Baby-Alpaka), aber in gedeckten Farben.








Mein Ehrgeiz ist, den zweiten Schal bis nächste Woche fertig zu haben. Denn es wird winterliches Wetter angekündet und der Welt bester Ehemann soll schließlich auch nicht frieren. Lach ...

Nach dem Schal werde ich dann die begonnene Strickjacke fertigstellen. Das Knäuel Strickgarn, das mir leider fehlte, ist nun angekommen. Guck hier: Fortschritte beim Stricken


👌

Wie Ihr seht, geht es mir (wieder) gut. Zum Glück, denn ich muss eine Halsentzündung auskurieren. 
Zunächst hatte ich befürchtet, mir vom Arzt eine Medizin verschreiben lassen zu müssen. Jetzt aber glaube ich, dass ich mich selbst kurieren kann. Mit viel gesundem, vitaminreichen Essen, reichlich Tee und viel Ruhe schaffe ich es vielleicht auch ohne Antibiotika, den Infekt zu überwinden.

Wenn sich der Infekt in die Länge zieht oder schlimmer wird, dann werde ich wohl die Praxis unseres Hausarztes aufsuchen müssen.

Bis dahin gurgle ich mehrmals täglich mit Salbeitee (Salbei wurde im eigenen Garten geerntet und dann getrocknet) und esse keine harten Sachen, weil die beim Schlucken schmerzen.






Abends lasse ich den Tag ganz ruhig im Kerzenschein ausklingen. Aufregungen und Hektik versuche ich zu vermeiden. Auch wenn das im Büroalltag meistens nicht so richtig funktioniert.

Kommt alle gut ins zweite Advent-Wochenende und bleibt gesund.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Eine Baulücke wurde zum Stadtplatz

Als ein altes Stadthaus abgerissen wurde und somit eine Baulücke entstand, war ich gespannt, was hier wohl neu gebaut wird.

Zu meinem großen Erstaunen entstand hier ein neuer Stadtplatz mit viel Grünfläche. 
In dieser Woche habe ich einen regenfreien Tag ausgenutzt, um notwendige Einkäufe in der Innenstadt zu machen. Auf dem Rückweg überquerte ich den neuen Platz, der sich zwischen zwei mehrstöckigen Häusern befindet. Er ist nun auch gleichzeitig eine Abkürzung in einen anderen Stadtteil und erspart mir einige Meter Wegstrecke.

























Die neu gepflanzten Bäume und Sträucher sind alle angewachsen und schon schaut es hier ziemlich grün aus. Das wird noch schöner werden, wenn die Bäume ein Stück gewachsen sind, im nächsten Jahr grüne Blätter haben und Gräser und Stauden sich ausgebreitet haben.

Das was wie Riesen-Smarties ausschaut, sind bunt bemalte Sitzsteine, die ein bisschen Farbe auf den Platz bringen.





Liebe Ratsherren, ich finde dass Ihr diesmal was Tolles geschaffen habt. Eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt ist ganz nach meinem Geschmack. Jedenfalls ist dieser Platz schöner als ein neues mehrstöckiges Geschäftshaus.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Dunkelheit und gespenstige Stille



Gestern, am frühen Abend hatten wir einen plötzlichen Stromausfall.

Was war passiert?

In der Nachbarschaft wurde bei Baggerarbeiten die Stromleitung beschädigt. Unser Haus war zunächst nur teilweise ohne Strom. Später, als der Notdienst unseres Stromversorgers die Leitung wieder herstellte, wurde für eine Stunde der Strom ganz abgestellt.

Es war dunkel im Haus und es herrschte eine gespenstige Stille.

Kein Fernseher lief, das Notebook habe ich ausschalten müssen, weil der Akku leer wurde und ein Aufladen wegen Strommangel nicht möglich war. 





Meine kleinen LED-Leuchten sorgten für ein bisschen Licht und ich habe alle verfügbaren Kerzen und Teelichter in der Wohnung drapiert. Schön feierlich und still war das!





Für eine Weile hielten wir in unserer Straße die Zeit an. Leute standen draußen und diskutierten, was wohl passiert sei. Man redete nun wieder miteinander, anstelle alleine drinnen am Fernseher zu sitzen, dank diesem Stromausfall.

Eigentlich fand ich es schade, als der Strom wieder angeschaltet wurde.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Montag, 3. Dezember 2018

Sonntagsessen

Essen hält Leib und Seele zusammen. Deshalb koche ich an Sonn- und Feiertagen gerne ein besonderes Gericht, meistens mit Fleisch.

Diesmal gab es Roastbeef mit Rotweinzwiebeln, Romanesco und Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen.






Roastbeef stammt aus dem Rücken vom Rind. Wir haben dieses Fleisch, ein ungefähr 500 g schweres Stück, direkt vom Bauern bezogen. Dieser zieht die Rinder auf und lässt sein Fleisch fachgerecht in einer Metzgerei zerlegen. Danach wird es über ihn in familiengerechten Portionen verkauft.

So habe ich dieses Gericht zubereitet:

Zunächst wurden Kartoffeln in Spalten geschnitten und mit Olivenöl und klein geschnittenem Rosmarin einige Minuten mariniert. Auf einem Backblech, das mit Backpapier ausgelegt wurde, kamen die Stücke für ungefähr 20 Minuten in den 160 Grad heißen Backofen. Dann waren sie weich und wurden erst nachträglich gesalzen.

Romanesco ist eine ganz spezielle Sorte Blumenkohl. Die Röschen sind spitz und grün und schmecken zart und mild.
Sie wurden einfach nur in Salzwasser bissfest gegart (das dauert nur wenige Minuten) und danach mit ein wenig Butter und etwas Kräutersalz vermischt.

Für die Rotweinzwiebeln habe ich vier Zwiebeln geschält, in Streifen geschnitten und in Rapsöl gebraten bis sie schön braun und knusprig geworden sind. Sie wurden dann aus der Pfanne genommen und  in einer Schüssel aufbewahrt.
In dieser Pfanne habe ich das Roastbeef von beiden Seiten bei kräftiger Hitze etwas länger angebraten. Dann nahm ich es aus der Pfanne heraus und bestreute es mit grobem Meersalz. In die noch heiße Pfanne gab ich die Zwiebeln zurück, sowie  Rotwein, sowie Salz und Pfeffer. In die leicht köchelnde Masse legte ich das Fleisch für einige Minuten und legte den Deckel auf. Nach wenigen Minuten machte ich eine Garprobe mit einem Löffel, den ich leicht auf das Fleisch drückte. Als das Fleisch nur noch schwach auf meinen Druck nachgab, war es genauso wie ich es haben wollte. Es war innen noch kräftig rosa, aber nicht mehr blutig.

Zum Anrichten habe ich das Fleisch schräg in Scheiben geschnitten, auf den Teller gelegt die Rotweinzwiebeln obendrauf getan und Kartoffeln und Romanesco als Beilage dazu gelegt und dann ...

... guten Appetit!


Liebe Grüße von der Pfälzerin