Begleitet mich gerne durch das Gartenjahr.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Spatzenfrühstück und meine Topfpflanzen auf den Winter vorbereiten

Sperling am Futterhäuschen.

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Das dritte Oktoberwochenende brachte endlich etwas besseres Wetter als bisher.  Ich habe es ausgenutzt, um die Topfpflanzen im Freien für den Winter vorzubereiten.

Empfindliche Pflanzen wie Fuchsien und Lorbeerstrauch wurden in die Nähe des Hauses gestellt. In der Nacht kühlte es ab bis auf 3 Grad. Das können diese Pflanzen noch vertragen, aber wenn es noch kälter wird müssen sie ins Haus. Am hellen Kellerfenster werden sie überwintern.

Die Rose 'Smiling eyes' bleibt im Kübel und den habe ich an einen vor kaltem Ostwind geschützten Platz gestellt. Ebenso den Zwergflieder, der ebenfalls im Tontopf bleibt und den ich zum zweiten Mal über Winter vor den schützenden Holzschuppen stelle. Hier hat er schon den letzten Winter gut überstanden.







Damit die Töpfe nicht am Boden anfrieren können, stelle ich sie alle auf kleine Holzklötze. Mehr Winterschutz benötigen sie nicht.

Die Gefäße mit Sedum und Hauswurzen bleiben ebenfalls im Winter draußen, aber an einem trockenen Platz. Viel gießen muss man sie in dieser Zeit nicht, denn sie profitieren von der feuchten Luft. Winterlicher Frost macht ihnen genauso wenig aus wie sommerliche Hitze.



Die Futterhäuschen wurden mit frischen Sonnenblumenkernen aufgefüllt. Ich füttere das ganze Jahr über, allerdings in den Sommermonaten nur winzig kleine Portionen. Noch finden die Vögel in der Natur ausreichend Nahrung, jedoch sollen sie sich an meine Futterstellen gewöhnen. 






Suchbild: Suche den Spatzen!


Es kommen Vögel, die ich sonst nicht sehen würde. Mal schauen, was mir im Laufe des Winters alles vor die Linse fliegt!



Täglich kommen Spatzen scharenweise in den Garten. Es sind mittlerweile über 15 Vögel, die hier nach Futter suchen. Sie holen sich nicht nur Sonnenblumenkerne aus den Vogelhäusern, sondern picken auch am Boden allerlei auf. 


Haussperlinge erkennt man am grauen Köpfchen.


Sperlinge kommen schon morgens zum frühstücken in den Garten kommen. Sie verteilen sich auf meine drei Futterhäuser und fressen so lange, bis nichts mehr da ist.



Damit die Kohl- und Blaumeisen auch was vom Futter abbekommen, habe ich Meisenknödel aufgehängt. Sie sind aber so weit vom Fenster weg, dass ich mit der Kamera kaum noch brauchbare Bilder machen kann. Dafür können sie dort ungestört fressen.



Demnächst muss ich Nachschub an Sonnenblumenkernen kaufen. Damit ich öfter solch eine schöne Aufnahme machen kann.



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Nach der Gartenarbeit gibt es noch einen kleinen Rundgang durch den Garten.


Im Sandbeet sind die neuen Pflanzen gut angewachsen.




Blau blühende Herbstastern.




Blühende Chrysanthemen.




Die Blüten der Herbstanemone 'Honorine Jobert'.




Im Rasen wachsen kleine Pilze, die mich aber nicht stören.




Diese Erdbeersorte blüht und fruchtet immer noch.




Das Erdbeerbeet schaut prächtig aus. Weil sie so viele Ausläufer gebildet haben,
überwucherten die Erdbeerpflanzen die Petersilie.




Erdbeeren bilden rotes Laub.




Blühender Borretsch im Oktober.




In einer ungenutzten Gartenecke darf sich eine Brennnessel ausbreiten.
Irgendwas hat ein Lochmuster in die Blätter gefressen.

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Herbst-Gedicht von Theodor Fontane, 1. Vers:

O du wunderschöner Herbst,

wie du die Blätter golden färbst.

Deiner reinen Luft, so klar und still,

noch einmal ich mich freuen will.

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Viele Grüße aus dem herbstlichen Garten der Pfälzerin

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kennt Ihr Steckrüben? - Kochen wie zu Oma's Zeiten und Blick in den Oktobergarten

Mitte Oktober: Der Garten ist schön bunt.

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Kennt Ihr Steckrüben?


Sie wachsen auf den Äckern in unserer Region und werden auf dem Markt im Herbst und Winter frisch angeboten. Sogar im eigenen Garten kann man sie anbauen, weil sie keine große Ansprüche an den Boden stellen.

 In meiner Kindheit kochte nur die Oma Rüben, denn meine Eltern wollten sie nicht gerne essen. Bei vielen Leuten waren bisher Steckrüben als Arme-Leute-Essen verpönt. 

Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren das Verständnis für Essen geändert und man findet Gerichte mit Steckrüben sogar in guten Restaurants. . 

Mit Steckrüben kann man leckere Eintöpfe kochen. Oder sie als Püree zubereiten und frisch geraspelt im Rohkostsalat schmecken sie auch gut. Alle Rezepte mit Möhren funktionieren auch mit Steckrüben bestens.

Steckrüben schmecken etwas süßlich und sie enthalten im Vergleich zu Kartoffeln weniger Kalorien. Sie sind somit das ideale Essen für Leute, die abnehmen möchten. Zudem enthalten sie Vitamin C, Beta Carotin und Calcium. (Quelle: Mein Kochbuch)

Die dicken Knollen wiegen bis zu 1,5 Kilogramm pro Stück und reichen für mehrere Mahlzeiten.




Steckrübenstampf und Wildschweinfrikadellen




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Blick aus dem Küchenfenster in den herbstlichen Garten. 










Drüben am Waldrand sind die Bäume bunt geworden.




Für kurze Zeit scheint die Sonne genau auf die Vogelfutterhäuser. 
Schnell das Teleobjektiv drauf gesteckt. Vielleicht kommen Vögel?




Der erste Sperling ist am Futtern.








Drüben im Gebüsch warten noch mehr Spatzen darauf, 
dass der Futterplatz frei wird.




"Legt los, hier gibt es was zum Fressen!"
Ich hatte kurz vorher frische Sonnenblumenkerne aufgefüllt.








Dann sind die Sonnenstrahlen vorbeigezogen und es lohnt für heute nicht mehr 
mit der Kamera zu lauern. Mir fehlt jetzt das rechte Licht.

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Mit viel Regen und kalten Nächten hat jetzt der Herbst endgültig Einzug gehalten.
Mein Regenwasserbehälter ist randvoll und ich muss ihn demnächst leer laufen lassen. Dieses Wasser hätte ich im Sommer dringend gebraucht.

Einen trockenen Nachmittag habe ich genutzt, um Zwiebeln von Frühlingsblumen in die Erde zu bringen. Im Schattenbeet habe ich vier große Funkien herausgenommen, damit die Nachbarpflanzen mehr Platz zum Wachsen haben.

Ansonsten ist jetzt im Garten nichts mehr zu tun. Gerne sitze ich am Küchenfenster und beobachte die Vögel an den Futterhäuschen.

Herbstliche Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 9. Oktober 2020

Auslichten im Schattenbeet

Funkien machen viel Freude. Sie gedeihen bei mir im Garten bestens. Leider werden nach einigen Jahren verschiedene Exemplare viel zu groß und müssen geteilt werden.



Obwohl der Anblick der bunten Blattpflanzen schön war, habe ich mich entschlossen, einige Funkien ganz aus dem Beet zu nehmen. Denn ich habe einen Gewürzstrauch `Venus` (bot. Calycanthus) gepflanzt und der soll mehr Platz bekommen.


Vorher:


Nachher:


Zwei Funkien durften wieder ins Beet, nachdem ich ihren Wurzelballen geteilt hatte. Alle anderen Exemplare ziehen in einen anderen Garten um. Auch das Japan-Berggras hat jetzt mehr Platz zum wachsen. Es leuchtet mit seinem hellgrünen Laub regelrecht in dieser etwas dunklen Ecke.



Der neue Gewürzstrauch hat jetzt genügend Platz. Für ihn musste ich 150 x 150 cm Fläche einplanen. Er blüht ab Ende Mai und nicht nur die Blüten, sondern auch Blätter und Zweige duften.




Im Bilder-Archiv habe ich eine Aufnahme vom blühenden Gewürzstrauch aus dem Monat Juli gefunden:

Blüte des Gewürzstrauch 'Venus'. Nach der Hauptblüte ab
Ende Mai kommen über Sommer Nachblüten.
Sie schauen aus wie Magnolienblüten, aber der Strauch wird 
lediglich ungefähr 1,5 Meter hoch.

Auch die im Frühling neu gepflanzte Azalee hat jetzt mehr Platz zum Gedeihen. Die Funkien hatten sie regelrecht überwuchert. Hier ein Archivbild vom Mai:



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Die Fuchsie, die oben auf dem Titelbild ganz rechts zu sehen ist, blüht herrlich. Noch kann sie draußen bleiben, aber bei Frostgefahr muss ich sie zurück schneiden und rein ans Kellerfenster zum Überwintern stellen.



Liebe Grüße aus dem Garten der Pfälzerin

Dienstag, 6. Oktober 2020

Ich bin eine faule Gärtnerin - oder doch nicht?

 


Mein Garten fällt total aus dem Rahmen. In der Nachbarschaft wurde fleißig aufgeräumt. Alle Blätter wurden aufgesammelt, Dahlien aus der Erde genommen, die Beete mit Winterheide bepflanzt und es schaut dort ein bisschen leer und einsam aus.

Bei mir im Garten wurde nicht viel aufgeräumt. Lediglich die Stangenbohnen sind verschwunden und zwei Dahlien wurden aus der Erde genommen, weil ich den Platz für die Rosen brauchte. Nun wachsen hier meine im Sommer neu erworbenen Rosen, die bisher in ihren Containern waren.

Dennoch finde ich meinen Garten schön. Was meint Ihr? Soll man alles nett und sauber aufräumen oder lieber Gräser und verblühte Stauden stehenlassen, damit Insekten hier ein Winterquartier finden?

Ich denke, genauso sollte man es als Naturliebhaber machen: Einfach nicht vor dem Winter aufräumen!



Es regnete heute wieder heftig und dabei stürmte es zeitweise. Das Wetter ist jetzt genauso wie man es im Herbst erwartet, nass und kühl. Kommt aber doch ab und zu mal die Sonne hervor, gehe ich eine Runde durch den Garten und erfreue mich an den blühenden Herbstastern.

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Heute habe ich aus Langeweile einen Zwiebelkuchen gebacken.



 Normalerweise sind die Zwiebelkuchen rund und dünn belegt. Ich dachte, dass ich mal einen in einer eckigen Backform mache und weil ich mich beim Teig etwas verschätzt habe, wurden Boden und Belag dicker als gewöhnlich.

Man braucht für solch eine herzhafte Köstlichkeit gar nicht viele Zutaten.



Ich habe diesmal den Zwiebelkuchen mit einem Pizzateig gebacken. Dafür nahm ich gutes Mehl aus einer nahen Mühle mit Type 550. Es eignet sich bestens für Pizza- und Flammkuchenteig.

Für den Belag brauchte ich Zwiebeln, Eier, Schinkenwürfel, Creme Fraiche und etwas geriebenen Käse. Auf Kümmel habe ich verzichtet, weil ich den Käsegeschmack nicht überdecken wollte.



Den so vorbereiteten Zwiebelkuchen musste ich nach Gefühl backen, weil die Zeit laut Rezept 30 Minuten für den dicken Kuchen etwas zu wenig war. Er war dann 50 Minuten bei 180 Grad Heißluft im Backofen.



Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Der Pfälzer und ich lieben Zwiebelkuchen und mir hat auch diese Variante ohne Kümmel, dafür mit geriebenem Käse, sehr gemundet.

Appetitliche Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 2. Oktober 2020

Bloggeburtstag

Heute vor zwei Jahren ist mein Gartenblog gestartet.

Deshalb gibt es für meine treuen Leser und Leserinnen heute eine Eierlikörtorte. Greift zu und lasst es Euch schmecken!



Seit zwei Jahren berichte ich querbeet alles, was mir gefällt und mich berührt zum Thema Garten, Küche und Umwelt.

Schön, dass Ihr hier ab und zu oder auch regelmäßig mitgelesen habt!

Ohne Euch und Eure Kommentare würde das bloggen nur halb so viel Freude bereiten. Deshalb bleibt mir bitte weiterhin treu.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

PS: Wenn Ihr Euch für Ausflüge in der Natur interessiert, dann schaut mal rüber zu meinem zweiten Blog. Dort poste ich seit Dezember die Bilder von unseren Ausflügen.