... und der Natur, sowie an gutem Essen.

Samstag, 14. September 2019

Gartentagebuch Mitte September - der Herbst kündigt sich an



Alle Anzeichen stehen auf Herbst, obwohl die Tage wieder sommerlich warm geworden sind.

Das vergangene Wochenende brachte uns ein wenig Regen. Es ist insgesamt nicht viel Nass vom Himmel gefallen, aber es reichte aus, um den Garten zu wässern.


Mein Garten ist fit für den Herbst. Das zeigt sich bei einem kleinen Rundgang:


Gartenhortensie mit spätsommerlichen Blütenschmuck.




Auch die Rispenhortensie Pinky-Winky hat ihre Blüten rot verfärbt.




Die weiße Herbstanemone steht jetzt in voller Blüte.
 Ich liebe die reinweißen Blütensterne, die auf filigranen Stängeln im Winde nicken.




Die ersten Herbstastern blühen auf.




Strahlend blau blüht die Bartblume.




Das Beet mit ausgesäten Sommerblumen ist kunterbunt. Hier wuseln die Bienen.



Auch die Blüten der Raublattastern werden von Bienen fleißig angeflogen.



Das Netzblatt-Schönauge "Moonbeam" blüht nach einem kräftigen Rückschnitt erneut.




Durch den rötlich verfärbten Aroniabeeren-Strauch ein Blick in Richtung Gemüsebeet.
 Die Winterheckenzwiebeln (im Hintergrund zu sehen) sind angewachsen. Sie sollen winterhart sein.




Im Kräuterbeet habe ich aufgeräumt und einiges Verblühte zurück geschnitten.




Rosmarin gedeiht in diesem Jahr besonders prächtig. 



Noch ernte ich Stangenbohnen. Die Blaue Hilde ist sehr fleißig und produziert blaue Bohnen. Das hätte ich nach dem mickrigen Wachstum im Juli nicht gedacht.
Die Bohnen bekommen täglich eine Kanne Wasser und das seit Mitte Juni.







Am Holzschuppen blüht die rote Kletterrose Amadeus. Sie wird bis zum Winter immer wieder neue Blüten nachschieben.

Da für den morgigen Sonntag wieder Sonnenschein und Wärme gemeldet wurde, haben wir beschlossen, morgen im Garten zu grillen. Man sollte jeden schönen Tag draußen genießen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende.

 Liebe Grüße von der Pfälzerin

Mittwoch, 11. September 2019

Die Arbeit der Steinmetze hat begonnen



Nach längerer Pause war ich heute wieder im Stadtpark "Alter Friedhof" unterwegs. Steinmetze haben mit dem Restaurieren alter Grabmale begonnen.

Dafür sind jetzt fast 150.000 Euro zusammen gekommen. Das Geld stammt aus Spenden von Privatpersonen und der Rheinberger-Stiftung, aus Mitteln der Lotterie Glücksspirale, sowie aus den Kassen der Stadt und der Landesdenkmalpflege. Auch der Erlös aus dem letzten Oberbürgermeisterball floss in dieses Objekt.

Wenn die Steinmetze das Projekt abgeschlossen haben, dann sind diese Bilder hoffentlich Vergangenheit:



Leider wurde heute nicht gearbeitet. Schade, ich hätte den Steinmetzen gerne zugeschaut.
Immerhin konnte ich die ersten restaurierten Grabmäler bewundern.



















Es gibt noch viel zu tun für die Steinmetze. Denn von den insgesamt 186 Grabmälern aus Sandstein sollen 60 Stück restauriert werden.








Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat den Stadtpark "Alter Friedhof" in ihre Liste der Förderobjekte  aufgenommen. Diejenigen Denkmäler, die der Denkmalspflege künstlerisch am wertvollsten erschienen, sollen teilweise wieder aufgestellt und teilweise aufwändig restauriert werden. So jedenfalls teilte es die örtliche Presse mit. 

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Sonntag, 8. September 2019

Area one




Nahe der kleinen Ortschaft Fischbach im Pfälzer Wald kommen Wanderer auf ihre Kosten. Ein Netz von Wanderwegen führt durch eine scheinbar unberührte Natur. 






Hier zeigt ein Schild mit der Aufschrift "Area one", dass nicht alles so unberührt ist, wie man meint. Wir folgen dem Weg und stehen vor einem Betongebäude auf einer Lichtung. Ein Wachturm und ein zweistöckiger Betonbau, sowie zahlreiche Schießscharten rund herum zeigen, dass hier vor mehr als zwanzig Jahren eine Militärstation aufgegeben wurde.














Bildtafeln und Plakete erklären, dass wir hier an der AREA ONE sind, einer ehemaligen Bunkeranlage. Wir umrunden das Gebäude und lesen die Erklärungen auf den Tafeln.


















Normalerweise bleiben die Türen zu der Anlage verschlossen. Aber am "Tag des offenen Denkmals"  kann das Gebäude besichtigt werden. 
Wir gehen durch leere Räume, deren Wände mit Graffiti besprüht sind. Früher, gleich nach dem Abzug der Truppen aus unserer Region war das Gebäude offen. Seit ein Verein es vor dem Abriss bewahrte und verwaltet, bleiben die Türen verschlossen. Es ist geplant, demnächst hier ein Museum einzurichten.






























Unsere Schritte hallen auf dem Boden und wir gehen durch weitere Räume. Das Licht fällt durch die Fensteröffnungen in die düsteren Räume. 

Wir gehen eine Treppe hoch in den zweiten Stock und auch hier sehen wir leere Räume mit Graffiti an den Wänden.

Ich bin froh, als wir das Gebäude wieder verlassen haben, denn ich habe ein mulmiges Gefühl. Hier drinnen steckt eine Vergangenheit, die ich nicht noch einmal erleben möchte.






Draußen im Sonnenschein fühle ich mich gleich wieder besser. 
Die Heidelandschaft auf dieser Lichtung wurde unter Naturschutz gestellt. Gras- und Heideflächen inmitten der sonst dichten Bewaldung sind nur entstanden, weil die Flächen gerodet und militärisch genutzt wurden.
Die Fläche des Hubschrauberlandeplatzes und das Gelände rundherum wurden bereits von der Natur zurück erobert. Zum Glück!










Wir haben AREA ONE am  "Tag des offenen Denkmals" besucht. Er findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. 

Seit 1993 wird durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der Tag des offenen Denkmals koordiniert. Es sind auch sonst nicht zugängliche Denkmalanlagen an diesem Tag geöffnet.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Freitag, 6. September 2019

Plagegeister oder niedliche Besucher?




Erinnert Ihr Euch an den Bericht vom Sonntag über die Zuchttaube, die wir auf der Straße aufgelesen hatten? Das war am vergangenen Freitag. Die Taube saß erschöpft und orientierungslos auf der Straße vor unserem Haus. Mein Mann hat das Tierchen eingefangen und in den Garten an unsere Vogeltränke gesetzt. Bis zum Sonntag blieb sie bei uns. Dann wurde sie von ihrem Besitzer abgeholt, der extra von Wiesbaden ca. 150 Kilometer zu uns gefahren kam.






Zum Glück hatte die Taube einen Ring mit der Telefonnummer des Besitzers am Bein. Er hat sie gleich untersucht und festgestellt, dass sie keine Verletzung hatte. Sie war einfach nur stark erschöpft und total abgemagert. Sie bekam von mir in den zwei Tagen reichlich  Wildvogel- und Fettfutter, das von der Winterfütterung der Vögel noch übrig war.
Die weibliche Jungtaube ist nun wieder daheim in ihrem Taubenschlag. Der Besitzer versprach, sie ordentlich aufzupäppeln.

Soviel zur Vorgeschichte ...

Am Sonntagabend wollte ich den Korb säubern, in dem wir die Taube bis zur Abholung aufbewahrt hatten. Es stand noch eine Schale mit Futter da.
Als ich mich dem Korb näherte, hörte ich ein Knabbern.

Nanu, dachte ich, die Taube ist doch weg. Vorsichtig hob ich die Abdeckung vom Korb ... und ... seht selbst:








Eine Maus war in den Korb gekrochen und fraß das restliche Vogelfutter auf.

Und das am helllichten Tag!

Ich fand im Garten vor einigen Wochen ein Mäuseloch und als wir mit dem Schlauch Wasser hineinfließen ließen, bemerkten wir, dass sich das Wasser nicht staut. Der Mäusegang muss sehr weitläufig sein.

Ab und zu sehe ich eine Maus am Kompostkorb und auch im Holzschuppen. Bisher sind noch nie Mäuse tagsüber im Garten aufgetaucht. Es herrscht wohl tatsächlich in diesem Jahr eine Mäuseplage.

Die Maus im Korb ist wahrscheinlich eine Feldmaus. Leider zählen Feldmäuse zu den Wühlmäusen, die sich stark vermehren. Dennoch haben wir das Mäuslein wieder in die Freiheit entlassen. Ich konnte mich nicht dazu entschließen, ihm etwas anzutun. Sollen sie doch die Herrschaft im Garten übernehmen. Hitze und Trockenheit haben eh meine Pflanzen gründlich reduziert.  Wie soll ich es verhindern, dass Mäuse kommen und sich nehmen was ihnen schmeckt?

Meine Stangenbohnen tragen richtig gut und sie sind auch vor Mäusen sicher. Ansonsten habe ich kein Gemüse, das sie anfressen können. Wir achten darauf, ihnen kein zusätzliches Futter zu geben. Deshalb lege ich in diesem Herbst auch keine Walnüsse für die Eichhörnchen aus, denn diese schmecken den Mäusen auch.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

Mittwoch, 4. September 2019

Mein neues Strick-Projekt - diesmal was ganz Feines



Ich habe ein neues Strickprojekt begonnen. Diesmal stricke ich einen besonders feinen Schal. Das hauchdünne Garn besteht aus Seide und Superkid-Mohair. Es wird locker mit einer 5er Nadel verstrickt.


Dieses Tuch wurde in einer Fernsehsendung vorgestellt.

Dieses türkis-weiß-farbene Tuch wurde in einer Fernsehsendung vorgestellt. Die Anleitung gibt es auf den Internetseiten gleich dazu. Ich habe mir das Strickgarn online bestellt und schon wenige Tage später ist es bei mir daheim angekommen. Anstelle in Türkis-Weiß stricke ich meinen Schal in Weinrot-Natur.



Am Anfang musste ich höllisch aufpassen und konzentriert mitzählen. Der Schal wird an der längsten Stelle mit einem Wellenmuster begonnen. Danach wird abwechselnd in Glattrechts und Krausrechts im vorgeschriebenen Farbwechsel weitergestrickt und dabei werden gleichmäßig Maschen abgenommen.

Der Beginn:












Jeder Muster-Rapport wird mit Ringen markiert und so ist es nicht schwer, das Muster exakt einzuhalten. Diese Ringe werden am Ende des Wellenmusters wieder entfernt.


Fortschritte:


Am Ende des Sonntags war mein Schal schon ein ganzes Stück gewachsen.

Von dem zarten, weichen Strickgarn bin ich begeistert und ich komme erstaunlich gut voran. Obwohl ich täglich nur eine kleine Weile stricken kann.

Heute schaut mein Tuch so aus:






Übrigens ...

bei der Farbauswahl für das feine Tuch habe ich mich von den Blüten der Rispenhortensie Pinky-Winky inspirieren lassen.



Liebe Grüße von der Pfälzerin