Freitag, 5. April 2019

Gartentagebuch - Anfang April

Endlich ist der lang ersehnte Frühling da!




Ich habe mich dafür entschieden, etwa alle zwei Wochen meinen Garten immer aus der gleichen Perspektive zu zeigen und zwar so, wie ich ihn vom Haus aus sehe.
Dazu werde ich erklären, was aufblüht und wächst. Denn es geht momentan alles sehr schnell und was heute aufblüht, kann übermorgen schon wieder verblüht sein.





Seht Ihr im Hintergrund den grünen Baum auf dem Nachbargrundstück? Das sonnige Wetter der vergangenen Tage hat die Knospen aufgehen lassen. Ich glaube, dass es ein Ahorn ist. Bald folgen die anderen Bäume daneben; Wildkirsche, Apfel und Robinien sind mit den Jahren kräftig gewachsen, so dass über Sommer eine dichte grüne Wand entsteht. Ich bin froh, dass diese Bäume wachsen, denn sie verbergen den Blick auf den Berg mit Häusern dahinter. Früher, als ich noch klein war, konnte man ungehindert hinüber auf "die Schulalm" blicken und umgekehrt hatten die Bewohner der Häuser dort einen freien Blick herunter in unseren Garten.

Schön ist für mich auch der Anblick des blühenden Magnolienbäumchens in meinem Garten.







Kaum zu glauben, dass diese Sternmagnolie (bot. Magnolia stellata) schon seit vierzehn Jahren hier wächst. Damals, als ich den Garten übernommen habe, habe ich sie neu gepflanzt.
Leider hatte sie anfangs kaum Blüten. Oft sind diese in einer späten Frostnacht erfroren. Aber mein eigentlicher Fehler war, dass ich das Bäumchen in den ersten Jahren nach dem Blühen zurück geschnitten hatte. Das mögen Magnolien gar nicht!
Erst seit ich es in Ruhe wachsen lasse, klappt es auch mit den Blüten. Es ist bisher sehr klein geblieben, was mir ganz recht ist.

Üppiger blühen die Küchenschellen in den Pflanzsteinen.







Küchenschellen sind winterfest und treiben nach dem Winter willig neu aus. Sie mögen allerdings keinen stark gedüngten Boden. Deshalb wachsen sie für sich alleine in dem Pflanzstein und profitieren somit nicht vom Dünger der Stauden im Beet.

Ein bisschen suchen muss ich in diesem Jahr die blauen Frühlings-Anemonen (Anemone blanda 'Blue shades'), die sich nicht so stark ausbreiten wie erhofft. Früher haben sie regelrechte Blütenteppiche gebildet, aber aus einem mir unbekannten Grund ziehen sie sich immer mehr zurück.






Im Schattenbeet, das ich direkt am Haus angelegt habe, blüht Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla 'Jack Frost'). Hier brauche ich mir keine Sorgen um die Pflanzen zu machen. Sie sind robust und trotzen Kälte und Trockenheit. 
Später, nach dem Blühen verfärbt sich das Laub silbrig-weiß und schmückt mein Beet bis zum Herbst mit den herzförmigen Blättern. Es ist eine sehr pflegeleichte Pflanze, die keinen extra Dünger oder einen speziellen Standort benötigt. Das Kaukasus-Vergissmeinnicht gibt sich mit einem leicht feuchten, lehmhaltigen Boden zufrieden.




Mein Kräuterbeet wurde in der Gartenmitte angelegt und mit Pflanzsteinen eingerahmt. 
Hier wachsen ein Jostabeeren-Bäumchen und mehrere Stachelbeersträucher in Gesellschaft von verschiedenen Küchenkräutern.




Den mit Ostereiern geschmückten Strauch habe ich schon in einem vorherigen Beitrag gezeigt. Die Eier lagen in einem Karton und ich dachte, dass ich damit den Garten aufhübschen kann. Nach den Osterfeiertagen packe ich sie wieder weg.

In den Pflanzsteinen rund um dieses Beet gedeihen Pflanzen, die Trockenheit und Wärme mögen. Zum Beispiel Rosmarin, Thymian, Gewürzfenchel und Erdbeeren.

Einen leeren Stein habe ich übergangsweise mit Hornveilchen bepflanzt. Wenn ich im Sommer in einem Gartencenter interessante Kräuterpflanzen in Töpfen entdecke, dann tausche ich sie aus.





Am Mittwoch sind meine drei neuen Johannisbeersträucher von einer Baumschule angekommen. Beim Einpflanzen stellte ich fest, dass der Boden in der Tiefe immer noch sehr trocken ist. So waren zumindest für mich die Regentage sehr willkommen.


Neue Johannisbeersträucher von einer Baumschule.



Insgesamt wachsen jetzt fünf Johannisbeersträucher in meinem Garten; zweimal rote, zweimal weiße und einmal schwarze Johannisbeeren. Außerdem habe ich ein Jostabeeren-Bäumchen, drei Stachelbeersträucher und zwei Aroniabeeren-Sträucher.


Im Vordergrund grünt der Aroniabeeren-Strauch.




Stachelbeeren und Küchenkräuter im mittleren Beet.


Gestern habe ich drei Kulturheidelbeerpflanzen bestellt, die ich in einem großen Kübel kultivieren möchte. Dazu als Bodendecker noch drei Preiselbeerpflanzen. Jetzt muss ich rasch Moorbeeterde kaufen, damit ich die Heidelbeeren einpflanzen kann, wenn sie geliefert werden.

Übrigens, die Steckzwiebeln, die ich Anfang März ins Beet gesteckt hatte, haben schon einige Zentimeter hohes Grün bekommen. Ihnen machen leichte Nachtfröste wohl nichts aus. Auch der gleichzeitig ausgesäte Spinat hat trotz der Kälte im März gut gekeimt. 


Steckzwiebeln mit jungem Grün.




Spinat keimte trotz Kälte im März.

Das war ein kurzer Rundgang durch den Garten, so wie er sich in dieser Woche präsentiert hat. 

Mittlerweile hat es einige Tage lang geregnet. Wir Gärtner freuen uns über das Nass vom Himmel.

Liebe Grüße von der Pfälzerin

14 Kommentare:

  1. Was für ein toller Garten :-) Bir mir auf dem Balkon sind Zitronenmelisse und Waldmeister wieder gekommen. Die Ananaserdbeeren haben den Winter gut überstanden, dafür sind die "normalen" Erdbeeren in einem Kasten eingegangen. Der Rest (Tomaten und Co.) wächst gerade noch auf meinem Fensterbrett :-)

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    1. Man freut sich über jede Pflanze, die den Winter unbeschadet überstanden hat. Ananaserdbeeren kenne ich nicht, liest sich aber interessant.
      LG Ingrid

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  2. Im Laufe der Jahre habe ich fest gestellt das die meisten Beeren sehr robust sind. Zumindest meine...*gg
    Ich schnibbel immer drauf los und sie leben immer noch :))
    Bin aber sehr gespannt wie sich der Garten im Laufe der Zeit verändert. Das sollte ich auch mal machen ;)
    LG Heidi

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    1. Beeren sind sehr genügsam. Ich habe Tay-Beeren im Garten, die schon vor mehr als zwanzig Jahren (damals noch vom Vater) gepflanzt wurden und die in jedem Jahr neu austreiben und fruchten. Sie hatten in manchen Jahren ganz schlechte Bedingungen wie Trockenheit und keinen Dünger, wuchsen aber unbeirrt weiter.
      LG Ingrid

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  3. Eine Sternmagnolie und noch klein, aber sie wächst halt sehr langsam aber trotzdem freut man sich über die Blüten.
    Ich habe verschiedene Kräuter frisch auf dem Balkon, das reicht mir und so einen kleinen Kräutergarten. Ich habe allerdings auch etwas Sorge, dass ich vor lauter Pflanzen nicht mehr auf den Balkon kann.
    :-)
    Küchenschelle hat die Seniorin im Garten, morgen kommt erst mal ihr Kirschbaum
    Habs fein und viel Freude am Garten.

    Lieben Gruß Eva

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    1. Früher war ich auch Balkongärtnerin und hatte daran große Freude.
      LG Ingrid

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  4. Das ist ein ganz wunderbares Freiluftwohnzimmer. Um etwas Privatsphäre ist man auch draussen dankbar. Wenn alles Früchte trägt im Sommer brauchst du dich um Vitaminmangel nicht zu kümmern. Freue mich auf die regelmässigen berichte.
    L G Pia

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    1. Ich kann mir einen Sommer ohne mein grünes Wohnzimmer draußen gar nicht mehr vorstellen. Es macht Freude, Beeren aus eigener Ernte zu essen. Ich liebe das Naschen im Garten!
      LG Ingrid

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  5. Liebe Ingrid,
    Eine schöne Idee, den Garten immer wieder aus denselben Perspektiven zu zeigen. Ich habe das im letzten Jahr mit dem Vorgarten gemacht. Es ist sehr schön, wenn man die Veränderung im Laufe des Jahres bewundern kann.
    Wie schön, dass Du Regen gehabt hast, hier warte ich schon wieder vergeblich.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Im Garten komme ich zur Ruhe, wenn ein Tag mal wieder hektisch war. Er verändert sich ständig und das macht für mich die Sache spannend.
      Ja, die Natur braucht den Regen dringend. Ein trockenes Frühjahr bringt keine gute Ernte im Herbst.
      LG Ingrid

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  6. Liebe Pfälzerin, das sind sehr schöne Fotos aus deinem Garten. Unser Garten ist viel kleiner. Er wurde vor ein paar Jahren von meinem Sohn für mich barrierefrei umgestaltet. Mein Sohn ist Landschaftsgärtner und übernimmt auch die Pflege. Habe ich nicht Glück?
    Sonnige Grüße von der Niedersächsin

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    1. Wie schön, dass Du Deinen Garten genießen kannst, ohne Arbeit zu haben. Ich tobe mich im Garten gerne selbst aus. Wenn ich wütend bin, geht es Unkräutern an den Kragen. Gerne gestalte ich um, pflanze was neues, trenne mich von Pflanzen, die sich hier nicht wohlfühlen und habe Freude an der stetigen Veränderung.
      Magst Du einmal Bilder von Deinem Garten zeigen?
      LG Ingrid

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  7. Liebe Ingrid,
    herrlich ist Dein Garten und so schön zu sehen, wie alles erblüht!
    Meine Küchenschellen haben jetzt auch am Wochenende die ersten Blüten geöffnet! Momentan kann man wirklich jeden Tag Neues entdecken im Frühlingsgarten!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine schöne neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  8. Es ist schön, wenn alles anfängt zu blühen. Leider soll der Frühling jetzt ja eine Pause einlegen, es soll wieder deutlich kälter werden hier bei uns. Unsere Magnolie ist auch circa 15 Jahre alt und auch noch recht klein geblieben. Geschnitten haben wir sie nie, aber so mancher Frost hat dafür gesorgt, dass sie trotzdem nicht geblüht hat.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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